Unsere Projekte in Brasilien

Unser Projekt mit Espaço da Criança

Weil jedes Kind von klein auf ein Recht auf Schutz, Ernährung und eine harmonische Entwicklung hat.

Im Jahr 2023 unterstützt NPNP den brasilianischen Verein Espaço da Criança mit seinem Projekt RECREIAR („spielen” + „gestalten”) mit 21.000 €, um seine Arbeit mit 60 Kindern, die in extremer Armut leben, fortzusetzen und zu verstärken.

Das Projekt ist Teil einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen NPNP (damals PNP) und dem brasilianischen Verein, die 2002 begann. Nach einer Unterbrechung im Jahr 2019 zeigte sich bei der Wiederaufnahme der Zusammenarbeit im Jahr 2023 ein Bedarf an Unterstützung, der NPNP dazu veranlasste, eine außerordentliche, zeitlich begrenzte Hilfe zu leisten. Im Jahr 2025 ist diese einmalige Hilfe nun abgeschlossen.

Wachsen und sich entfalten

Essen, spielen, lernen

Die betreuten Kinder kommen hauptsächlich aus den umliegenden Gemeinden, insbesondere aus dem Stadtteil Coelho, wo alleinerziehende Eltern – oft alleinerziehende Mütter – mehr als die Hälfte der Haushalte ausmachen. In diesen von Armut, Ernährungsunsicherheit und mangelnder schulischer Unterstützung geprägten Haushalten sind Schutz und Förderung der Kleinkinder sehr unzureichend. RECREIAR bietet daher einen strukturierten, stabilen und herzlichen Ort, der darauf ausgelegt ist, ihre sozial-emotionale Entwicklung zu unterstützen, Gewaltsituationen vorzubeugen und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Ein Teil der Plätze ist auch für Kinder reserviert, die von den öffentlichen Schutzdiensten überwiesen werden und sich in einem Prozess der Wiedereingliederung in ihre Familie oder Gemeinschaft befinden. Diese Dimension unterstreicht die wichtige Rolle des Projekts bei der frühzeitigen Prävention und dem Schutz der Kinderrechte.

Das Projekt RECREIAR betreut 60 Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren an vier Nachmittagen pro Woche und bietet ihnen ein stabiles und schützendes Umfeld.

Die Kinder profitieren von:

• zwei Mahlzeiten pro Tag, die in einem Kontext hoher Ernährungsunsicherheit unverzichtbar sind;

• umfassenden Bildungsworkshops: Psychomotorik, Beziehungsaktivitäten, Freizeitaktivitäten, Informatik, soziale und emotionale Bildung;

• einem sicheren Ort, an dem Risiken im Zusammenhang mit Gewalt, Vernachlässigung oder Isolation vermieden werden können.

Die vierjährige Ana kam müde und oft ohne etwas gegessen zu haben ins Zentrum. Dank der Mahlzeiten und Workshops gewinnt sie heute wieder Selbstvertrauen, lernt, mit anderen zu interagieren, und macht Fortschritte in ihrer Entwicklung.

Stärkung der lokalen Organisation

Schaffung eines schützenden und nachhaltigen Umfelds

Über die Kontinuität des Programms hinaus stützt sich RECREIAR auf einen sektorübergreifenden Ansatz: Zusammenarbeit mit öffentlichen Schulen, Gesundheitszentren, Sozialdiensten und Kinderschutznetzwerken. Hausbesuche und Familientreffen ermöglichen es, die Lebensrealität der Kinder besser zu verstehen, Risikosituationen (Gewalt, Vernachlässigung, Schulabbruch) zu erkennen und schnell die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.

Es werden auch Gesprächsgruppen organisiert, um die elterlichen Kompetenzen zu stärken, einen Raum für Zuhören und psychologische Unterstützung zu bieten und eine stabilere und wohlwollendere Beziehung zwischen dem Kind und seiner Familie zu fördern. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Isolation der Mütter zu verringern, ihre Selbstständigkeit zu stärken und ein schützendes Umfeld für die Kinder zu schaffen.

Warum dieses Projekt so wichtig ist

Angesichts unzureichender öffentlicher Dienstleistungen ist RECREIAR oft der einzige strukturierte und sichere Ort für Kinder, die extremer Gefährdung ausgesetzt sind. Die Unterstützung dieses Projekts bedeutet, einen wichtigen Ankerpunkt für die Entwicklung, den Schutz und das Wohlergehen der Kinder zu erhalten und gleichzeitig die Fähigkeit der Gemeinschaft zu stärken, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

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